Wilde Karde
Wilde Karde
Wilde Karde
Wilde Karde

Dipsacus fullonum

Wilde Karde

  • Wildstaude
  • für lehmige und staunasse Böden
  • als Bienen- und Insektenweide
  • als Schnittblume

Variante

9 cm Topf

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Stückzahl


Blütezeit
Blütezeit
Juli - August
Farbe
Farbe
Violett
Höhe
Höhe
1 - 2,5 m
Insektenmagnet
Insektenmagnet
Insektenmagnet
Standort
Standort
Sonnig
Stk je m²
Stk je m²
1 Stk je m²

Die Wilde Karde stammt ursprünglich in einem breiten Streifen, der von Südeuropa über Nordafrika, dem Nahen Osten bis in dem Kaukasus reicht. Ist aber spätestens seit dem Mittelalter auch in Europa bekannt, genutzt und eingebürgert. In Deutschland ist sie weit verbreitet, im Süden deutlich häufiger als im Norden. Man findet sie vor allem auf Standorten, die durch lehmig-tonige Böden staunass oder wechselfeucht sind.

Die Wilde Karde ist zweijährig oder kurzlebig und fällt schon durch ihre Größe auf. Sie erreicht Wuchshöhen von bis zu zwei, mitunter bis zu 2,5 Metern. Im ersten Jahr bildet sie eine mächtige, bodennahe Blattrosette. Unter günstigen Bedingungen kann diese fast 1 m² Fläche einnehmen und bleibt im Winter grün.

Die kurz gestielten Grundblätter sind breit und werden bis zu 30 Zentimeter lang. Die oberen Blätter umfassen den Stängel und formen kleine Taschen, in denen sich Regenwasser sammelt. Diese Wasserspeicher dienen Vögeln als Tränke und sollen früher auch Pilgern den Durst gelindert haben. Der botanische Gattungsname Dipsacus leitet sich auch vom griechischen Wort dípsa für Durst ab. Wahrscheinlich erfüllt die Wuchsform des Blattes jedoch vor allem eine Schutzfunktion und halten Ameisen vom Emporklettern ab.

Im zweiten Jahr schiebt sich der kräftige Blütenstängel in die Höhe, während die Grundblätter zur Blütezeit meistens bereits abgestorben sind. Der Stängel ist kahl, an den Kanten stachelig und im oberen Bereich verzweigt. Ab Juli erscheinen die charakteristischen, entfernt distelartigen Blütenstände mit blass violetten Blüten. Die Blütezeit reicht bis in den August, die trockenen Samenstände bleiben den ganzen Winter über dekorativ stehen.
Die walzenförmigen Blütenstände sind 5 bis 8 cm groß und an der Basis mit einem Kranz dünner bestachelter Hochblätter besetzt, die auffallend nach oben gebogen und unterschiedlich lang sind. Die Kelchblätter sind schmal und spitz und härten aus, sodass sie stachelig werden. Dazwischen sitzen viele kleine hellviolette Röhrenblüten. Die Blüten öffnen sich von der Mitte des Blütenstandes aus gehend nach oben wie nach unten. Deshalb sieht man oft zwei Reihen von offenen Blüten; die dazwischen sind schon abgeblüht. Der Nektar der Blüten ist allerdings nur für langrüsselige Hummeln und Schmetterlinge erreichbar. Getrocknete Blütenköpfe finden Verwendung in der Floristik und lassen sich auch einfärben.

Ideale Standorte sind warme, sonnige Plätze mit guter Wasserversorgung. Nährstoffreiche, schwere Lehmböden fördern ein üppiges Wachstum. Selbst tonige oder verdichtete Böden mit zeitweiligem Wasserstau werden gut toleriert. Auf leichteren Böden übersteht die Wilde Karde dank ihrer tiefreichenden Pfahlwurzel auch sommerliche Trockenphasen, wächst dann allerdings nicht ganz so üppig. An geeigneten Standorten sät sie sich ausgesprochen willig selbst aus und findet dafür auch kleinste Lücken.

Im Mittelalter nutzte man Zubereitungen aus der Wurzel äußerlich bei Schrunden und Warzen. In der Volksheilkunde fand sie Anwendung bei Leber- und Magenbeschwerden sowie bei kleinen Wunden und passt daher gut in Bauern- und Klostergärten. Wolf-Dieter Storl brachte die Karde zudem mit der Behandlung von Borreliose in Verbindung, allerdings ohne wissenschaftliche Belege für eine entsprechende Wirksamkeit.

Bekannt ist die Wilde Karde auch durch ihre frühere Bedeutung im Textilhandwerk. Die stacheligen Blütenköpfe wurden von Webern genutzt, um Wollstoffe aufzurauen und ihnen eine gleichmäßige, flauschige Oberfläche zu verleihen.

Herkunft

Europa, Nordafrika, Kaukasus, naher Osten

Verwendungen

als Schnittpflanze, als Solitärpflanze, im Naturgarten, als Heilpflanze

Blüte

walzenförmige Blütenstände mit hellvioletten Einzelblüten, Juli-August

Standort

sonnig

Boden

lehmig, tonig, nährstoffreich

Wasser

mittlerer bis hoher Wasserbedarf

Frosthärte

winterhart bis ca. -40°C (Winterhärtezone Z3)

Lebensdauer

zweijährig


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