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Blattschmuckpflanzen sorgen für Ruhe und Harmonie im Garten

Es müssen nicht immer Blühpflanzen sein, die einen Garten veredeln. Auch Blattschmuckpflanzen wirken attraktiv und faszinierend.

Nicht zu Unrecht konzentrieren sich Gartenbesitzer vor allem auf Gewächse, die schöne, farbenfrohe oder duftende Blüten ausbilden. Man überlegt im Detail, welche Pflanzen zu welcher Jahreszeit blühen und welche Kombinationsmöglichkeiten sinnvoll sind. Ein blühender Garten oder Balkon wirkt anziehend. Dabei sollte man jedoch nicht die sogenannten Blattschmuckpflanzen vergessen. Mit ihren imposanten oder kunstvoll geformten grünen Blättern sind sie oft das gesamte Jahr ein Blickfang. Zu den Blattschmuckpflanzen gehören unter anderem Ziergräser, Pflanzen die auch im Winter durch ihre grünen Blätter Lebensfreude vermitteln oder Blattschmuckpflanzen, deren Blätter mehrfarbig sind. Blattschmuckpflanzen können einen Garten bereichern und für Ruhe und Harmonie auf dem Grundstück sorgen.

Wie Blattschmuckpflanzen auf sich aufmerksam machen

Blattschmuckpflanzen sind in der Regel wenig anspruchsvoll und benötigen kaum Pflege. Außerdem kommen sie aufgrund ihrer fehlenden Blüten meist mit wenig Licht aus, sodass sie gut in schattigen Ecken des Gartens gepflanzt werden können. Mehrfarbige Blattschmuckpflanzen sind als Eyecatcher beliebt. Sie spielen aufgrund ihrer einzigartigen Blattformen oder durch ihre Muster vielfach die Hauptrolle auf dem Balkon oder dem Grundstück. Blattschmuckpflanzen verstehen es, auf sich aufmerksam zu machen, auch wenn sie nicht farbenfroh blühen können. Spezielle Züchtungen, die zwei oder mehr Farben in ihren Blättern vereinen, wirken außergewöhnlich. Manche Blattschmuckpflanzen überzeugen durch ihr tiefrotes Blattwerk, während andere schwarze oder gelbliche Blätter ausbilden. Der bekannte und beliebte Weihnachtsstern ist ein gutes Beispiel dafür, dass Blattschmuckpflanzen Schönheit und Eleganz vereinen.

Wer Blattschmuckpflanzen in den Garten integrieren möchte, sollte vor der Pflanzung überlegen, wie und an welchen Stellen des Gartens oder Balkons diese am besten wirken. Es gibt viele Möglichkeiten, Blattschmuckpflanzen in Szene zu setzen. Ob als Solitärpflanze, als Beipflanzung zu üppigen Blühpflanzen oder als Blattschmuckpflanzen-Beet – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Damit Blattschmuckpflanzen ihre volle Pracht entfalten können, ist es wichtig, ihre Blattstruktur auf die vorhandenen Blütenpflanzen und andere Gewächse im Garten abzustimmen. In diesem Fall kann die Kombinationspflanzung sowohl die Blattschmuckpflanzen wie auch die Blühpflanzen noch deutlicher hervorheben. Blattschmuckpflanzen, die als Leitpflanzen im Garten dienen, bestimmen die Grundstruktur eines durchdachten Grundstücks. Soll beispielsweise Efeu als Blattschmuckpflanze eine wichtige Leitpflanze darstellen, sollte man den Efeu vielfach und sichtbar an verschiedenen Stellen im Garten vorsehen.

Auf diese Weise entsteht ein stimmiges Gesamtbild. Außerdem muss entschieden werden, welche Blattschmuckpflanzen kombiniert werden können. Während manche Pflanzen in Gruppen üppiger wirken, ist es bei anderen Blattschmuckpflanzen sinnvoller, diese ausschließlich als Solitär zu pflanzen. Vor allem schnell wachsende Pflanzen, die in kurzer Zeit andere Gewächse und Blühpflanzen überwuchern, sollten möglichst als Solitär gepflanzt werden. Andernfalls ist der Aufwand, das Gesamtbild im Garten aufrecht zu erhalten, zu hoch. Wenn Blattschmuckpflanzen andere Pflanzen unterdrücken, wird der stimmige Gesamteindruck auf dem Grundstück schnell untergraben. Blattschmuckpflanzen, die aufgrund ihrer Wuchshöhe oder ihres Aussehens allein nicht zur Geltung kommen, eignen sich hingegen sehr gut für eine Bepflanzung in Gruppen. Zusammenfassend müssen Blattschmuckpflanzen mit Bedacht in das Gesamtkonzept im Garten eingepasst werden. Nur dann entfalten sie ihr volles Potenzial.

Beliebte Blattschmuckpflanzen für den Garten

Bevor man sich für Blattschmuckpflanzen entscheidet, sollte man die Rahmenbedingungen im eigenen Garten kennen. Ist der vorgesehene Platz für die Blattschmuckpflanzen schattig oder befindet er sich meist in der prallen Sonne? Handelt es sich um einen Pflanzplatz mit Staunässe oder ist der Boden die meiste Zeit im Jahr sehr trocken? Wie ist das Substrat beschaffen? Die Antworten auf diese und weitere Fragen komplettieren sind essenziell und lassen die Entscheidung für die richtigen Blattschmuckpflanzen reifen. Farne eignen sich zum Beispiel ausgenommen gut als Blattschmuckpflanze in schattigen Gartenbereichen. Auf Zeichnungen aus prähistorischen Zeiten, aus Einschlüssen in Bernsteinen und aus dem Braunkohletagebau weiß man, dass Farne bereits seit Jahrmillionen die Erde durch ihren Blattschmuck veredeln.

Man schätzt, dass es heute mehr als zehntausend Arten von Farnen gibt, die sowohl im Garten wie auch im Haus als Pflanze kultiviert werden können. Sie gelten insgesamt als sehr anpassungsfähige Pflanzengattung, die die unterschiedlichen erdgeschichtlichen Zeiten überlebt hat. Farnarten als Blattschmuckpflanzen findet man sowohl im kalten Nordeuropa wie auch in subtropischen Gebieten Südamerikas oder Afrikas. Farne im eigenen Garten anzusiedeln ist nicht schwer. Sie wachsen schnell und ausdauernd und können dunkle Ecken im Garten oder Plätze unter mächtigen Laubbäumen schnell begrünen. Die filigrane Form ihrer Blätter macht sich zu echten Blattschmuckpflanzen. Die meisten Farnarten rollen im Frühjahr ihre Blätter aus und entfalten dann ihre volle Pracht. Die Farnwedel werden bereits im Herbst ausgebildet.

Sie trotzen Wind und Wetter im Winter und erinnern während dieser Zeit an einen Geigenwedel. Manche Farnarten sind sogar wintergrün. Sie begrünen in diesem Fall den Garten auch in der dunklen Jahreszeit, in der außer der Winterheide wenig wächst. Ihre Fortpflanzung sichern Farne durch die sogenannten Sporangien. Der Begriff steht für Sporenbehälter an der Unterseite ihrer Blätter. Farne haben als Blattschmuckpflanzen kaum Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Sie gedeihen prächtig, wenn sie nicht zu sonnig gepflanzt werden, zum Beispiel im Schatten großer Bäume. Auch Ecken im Garten, die blickdicht gestaltet werden sollen, können durch hochwachsende Farnarten geschlossen werden. Unter den vielen Farnarten finden sich einige prächtige Blattschmuckpflanzen, die durch durchgängige, imposante Blätter oder Rippen imponieren. Generell passt der Farn in jeden Garten!

Ziergräser und Bambus als Blattschmuckpflanzen auf dem Grundstück

Es gibt sehr viele Gewächse, die umgangssprachlich als Ziergräser bezeichnet werden. Sie vereinen alle eine Eigenschaft – Sie verzieren durch ihre grasartigen, dekorativen Halme den Garten und wirken als Solitär oder in Kombination mit anderen Pflanzen anziehend und attraktiv. Ziergräser gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Ihre Halme und Blätter sind ihr Schmuck. Als Blattschmuckpflanzen können sie wahlweise die Schönheit von Blühpflanzen unterstreichen oder aufgrund ihrer Wuchshöhe der Blickfang im Garten sein. Gartenbesitzer haben bei Ziergräsern die Qual der Wahl. Neben einjährigen und mehrjährigen Ziergräsern gibt es immergrüne Varianten oder Pflanzen, die je nach Jahreszeit ihre Farbe ändern. Manche Ziergräser bilden sogar kleine Blüten aus. Die meisten Ziergräser überzeugen Gartenfreunde durch ihre schlanke, längliche Blattform und ihre vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten.

Auch Bambus kann als Blattschmuckpflanze im Garten imposant wirken. Als Mitglied der Familie der Süßgräser ist der Bambus sowohl mit Getreidearten wie auch mit Riesengräsern verwandt. Mehr als 1000 Bambussorten garantieren, dass jeder Gartenbesitzer Pflanzen findet, die in seinen Garten passen. Es gibt Arten des Riesenbambus, die bei optimalen Wachstumsbedingungen mehr als 40 Meter groß werden und damit Bäumen Konkurrenz machen. Kleine Arten des Zwergbambus werden hingegen nur 1,5 Meter hoch. Bambus ist ursprünglich in Südostasien beheimatet und gilt dort als Kulturpflanze. Sie wird sowohl als Nahrungsmittel und ebenfalls als Grundstoff für die Bauindustrie verwandt. Bambus wächst im Garten an nahezu allen Standorten. Er hat wenig Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Die Pflanze liebt warme und sonnige sowie windgeschützte Standorte.

Für Gartenbesitzer wesentlich ist die Frage, welche Bambusart im Garten angepflanzt werden soll. Der Flachrohrbambus muss zwingend mit einer professionellen Rhizomsperre versehen werden. Als Rhizome bezeichnet man die dicht unter der Erde wachsenden Sprosse des Bambus. Wird ihr Wuchs nicht unterbunden, breiten sie sich schnell im Garten aus und können andere Pflanzen schädigen. Eine Rhizomsperre verhindert das ungehinderte Wuchern der Sprosse. Ein Flachrohrbambus benötigt trotz Rhizomsperre die Möglichkeit, sich in einem Umkreis von 2 bis 3 Metern zu entwickeln. Eine Alternative können Fargesia-Arten darstellen, die keine Rhizome ausbilden. Egal für welchen Bambus man sich entscheidet, die Pflanze ist in jedem Fall eine wunderschöne Blattschmuckpflanze.

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